Allgemein · Für Erwachsene

Frust mit Bio-Jersey

Ich habe eine Stoffhose in Hellbeige mit khakigrünen Pünktchen. Die Hose ist toll. Aber dazu passt einfach NICHTS. Klar, eine weiße Bluse als Allrounder. Aber sonst nichts, was ich in meinem Kleiderschrank finde. Deshalb habe ich mich tierisch gefreut, als ich bei der Eulenmeisterei den Bio-Interlock-Jersey „Sand Dollar“ von BIRCH gefunden habe, in genau den gleichen Farben wie die Hose. Ich hab mir sofort einen Meter bestellt.

Bei der Auswahl des Schnittmusters habe ich alle meine Oberteil-Schnitte gewälzt und auf Bürotauglichkeit geprüft, und am Ende bin ich wieder beim Näähglück-Schnitt „Tunturi“ gelandet. Der ist so alltagstauglich und schlicht, dass er prima für Freizeit und Büro passt, und ich habe die etwas elegantere Version „großer Ausschnitt mit Beleg“ gewählt.

Vom gleichen Stoffhersteller hatte ich mir schon mal einen Meter Birch Interlock Jersey „Wink Dust“ gekauft. Als der kam, war ich echt entsetzt, wie hart und rau die Stoffoberfläche ist. Innen ist er wunderschön weich (nicht durchgefärbt), aber die Außenseite fand ich schrecklich. Wenn man ihn ungewaschen faltet, sieht die Oberfläche aus wie afrikanische Felder in der Trockenzeit. Ich habe ihn dreimal gewaschen, bevor ich ihn verarbeiten wollte, da war er dann eine Idee weicher. Genauso ging es mir dieses Mal. Ich hatte vergessen, dass das dieser Hersteller gewesen war.DSC_0546Der Stoff verarbeitet sich einwandfrei, keine Frage, aber diese harte, unflexible Oberfläche führt dazu, dass die Nadel-Einstiche erkennbare Löcher in die Stoffoberfläche machen und die farbige Stofffläche an allen Nähten oll aussieht. Das Oberteil, das ich aus dem ersten BIRCH-Jersey genäht habe, habe ich nicht mal fotografiert, weil ich das Ergebnis so frustrierend fand.DSC_0543Mit diesem Oberteil kann ich im Prinzip leben, weil es einfach so hervorragend zu meiner Pünktchen-Hose passt und in einem Büro-Abstand vermutlich keiner auf die Nähte achtet.DSC_0544Aber ich muss für mich ganz klar sagen, dass ich die Stoffoberfläche zu hässlich finde, um sie für den Gewissens-Pluspunkt „Bio“ in Kauf zu nehmen. Es gibt genug Bio-Stoffe, die nicht so mistige Nähte ergeben. Mit BIRCH bleibe ich auf Kriegsfuß. Zum Freutag darf das Shirt auch nur, weil ich mich immer noch über Farben und Muster des Stoffs freue. Und von Weitem ist es ein perfektes Oberteil zu der Hose.DSC_0545

Verlinkt zur Bio-Linkparty und zum Freutag

6 Kommentare zu „Frust mit Bio-Jersey

    1. Ich hab irgendwann letzte oder vorletzte Woche gelesen, dass der Hersteller die Materialzusammensetzung geändert hat und die Oberfläche jetzt anders aussieht. Scheint also auch andere gegeben zu haben, die das nicht attraktiv fanden. Ja, aber die Farbe ist wirklich gut. Liebe Grüße!

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  1. Hallo, danke für die ehrlichen Worte – sowas finde ich ja immer total hilfreich. Ich habe erst einmal Birch verwendet, fand ihn auch sehr fest, aber ok. Aber ich kann Deinen Frust total nachvollziehen. Und ich bin da mittlerweile auch so: Wenn ich mich über einen Stoffhersteller ärgere, fliegt er raus. Wie Du schreibst: es gibt so viele tolle Bio-Stoff-Hersteller – da muss man sich wirklich nicht rumärgern… Dein Shirt sieht an Dir aber übrigens sehr, sehr schön aus! Liebe Grüße! Karin

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    1. Vielen lieben Dank, Karin! Ja, ich hatte ja bisher die Illusion, dass Bio-Stoff nicht nur in der Herstellung, sondern auch im Komfort besonders gut ist. Na ja, man lernt nie aus. Und ich habe nach deinem Blogpost jetzt wirklich einen Meter Modal gekauft und traue mich bestimmt auch bald dran. Liebe Grüße!

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