Für Erwachsene

Aller guten Dinge sind drei

Den Blusenschnitt „lillesol women No 6“ von lillesol & pelle habe ich schon einmal genäht verschenkt und einmal ärmellos für mich genäht. Ich wollte aber eigentlich gern noch selbst eine Bluse mit Halbarm haben, ich trage das gern. Dafür hatte ich vor gefühlten Ewigkeiten ein Stück richtig schicke Baumwolle gekauft, und zwar „Gem Turquoise Glint“ von Cloud9. Als ich neulich sturmfreie Bude hatte, habe ich mich an lauter wollte-ich-schon-lange-mal-nähen-Projekte gesetzt, unter anderem diese Bluse. Ich habe alle Schnittteile auf die Baumwolle gepuzzelt und ausgeschnitten. Die Manschetten haben nicht mehr gepasst, aber die fand ich im Gegensatz zu sämtlichen anderen Teilen auch verzichtbar.

Nach dem Zuschneiden habe ich einmal ordentlich geflucht. Ich Depp habe das Vorderteil nicht im Stoffbruch zugeschnitten, sondern doppellagig. Beim Puzzeln hatte ich das Schnittteil aufs Gesicht gelegt und auch nicht mehr nachgedacht. Na gut, half jetzt nichts, und im Bruch hätte ohnehin der Stoff nicht gereicht. Außerdem sieht man es durch das Muster nur von Nahem. Vielleicht hätte ich aber eher das Rückenteil mit Mittelnaht in Kauf genommen als das Vorderteil, wenn ich hätte wählen können…DSC_0063Beim dritten Nähen ging mir das Blusenshirt deutlich leichter von der Hand als bei den ersten beiden. Schwer zu nähen ist es nicht, aber man muss ständig die Stichlängen wechseln, und ich hab jede Naht mit der Overlock versäubert. Da litt beim letzten Mal gelegentlich die Konzentration. Dieses Mal lief es gut.DSC_0062Zum ersten Mal habe ich bei dieser Bluse den Tipp befolgt, das untere Ende der Knopfleiste mit Vlieseline zu verstärken. Ich war sonst immer zu faul, für sechs Quadratzentimeter das Bügeleisen rauszuholen. Es hat sich aber gelohnt; zum ersten Mal sieht die Knopfleiste wirklich ordentlich aus. Ich hab mich schon beim Nähen tierisch über diese Kleinigkeit gefreut.DSC_0066Meine Hass-Etappe ist der Stehkragen. Mir ist einfach schleierhaft, wie das am Ende an der vorderen Kante ordentlich aussehen soll. Ich bin nach der Knopfleiste aber mal ganz positiv gestartet, habe friedlich gebügelt, gesteckt und gefaltet. Der Kragen im Ganzen sieht danach auch sehr adrett aus, hat alles prima geklappt. Nur die vorderen Kanten nicht. Ich hab an den Nahtzugaben rumgeschnippelt und neu gefaltet, aber so wie auf der Anleitung sieht das nie aus, und ich finde nicht mal einen Denk- oder Technikfehler.

Ich verbuche die vordere Kante jetzt einfach als nicht anleitungsgemäß herstellbar. Für die Anleitung hat lillesol & pelle nämlich eine Jersey-Bluse fotografiert. Ich hätte das gern mal in groß aus Webware gesehen. Aber macht nichts, die fertige Bluse finde ich wunderschön und störe mich nicht an dem kleinen Makel vorn.DSC_0065Besonders freut mich an der Bluse, dass sie absolut bürotauglich ist, ich sie aber trotzdem so schön und bequem finde, dass ich sie auch in der Freizeit anziehen würde. Solche Multifunktionsstücke habe ich wenige im Schrank. Ich glaube, von der Stoffqualität brauche ich außerdem noch mehr. Die Baumwolle wird von der Eulenmeisterei, wo ich sie bestellt hatte, als „nicht dehnbar“ verkauft, aber ich habe sie durchaus als leicht dehnbar empfunden und fand das super beim Nähen.DSC_0061So, jetzt brauch ich nur noch öfter mal sturmfreie Bude. Dann gibt’s mehr Blusen!

Verlinkt zu RUMS, der Bio-Linkparty und Selbermachen macht glücklich

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