Für Erwachsene

Schwedensommer im knappen Kimono

Ich bin ganz stolz auf mich, dass ich es nach weiß-ich-wievielen Monaten mal wieder zum Me Made Mittwoch (MMM) geschafft habe. Nicht, weil mein Ego diese Linkparty braucht, sondern weil das ja bedeutet, dass ich etwas für mich genäht habe anstelle von Hosen, Shirts und Mützen für die kleinen Stöpsel.

Als Karin von Grüner Nähen – Bunter Leben beim August-MMM drei Kimono-Tees nach dem Freebook von Maria Denmark gezeigt hat, lag der Schnitt bei mir schon eine ganze Weile ausgedruckt herum. Karins Beitrag hat mir endgültig den Schubs gegeben, ihn zumindest mal zu kleben und auszuschneiden. Bis zum Nähen musste es der 30. August werden. Manchmal braucht es ein bisschen Zeitdruck am Ende…

Na ja, eben dieser Zeitdruck führte dazu, dass ich einen Blick in die Anleitung überflüssig fand. Ist ja kein komplizierter Schnitt, und die Kante an den Ärmeln sah eindeutig so aus, als ob das Schnittmuster die Nahtzugabe schon enthält. Haaaa, Pustekuchen! Als ich dann doch skeptisch wurde und die Anleitung überflogen habe, stand da dick und kursiv, dass KEINE Nahtzugabe enthalten ist! Tja, was nun?!

In mir hat sich alles gesträubt, den zugeschnittenen Bio-Jersey in die Spendenkiste oder auf den Reste-für-Masken-Stapel zu werfen. Ich hatte ihn mal als Rest gekauft und fand ihn so schön; ein bisschen nach Sommerurlaub in Schweden sieht er aus, auch wenn er von Paapii Design und damit finnisch ist.

Also habe ich beschlossen, ein etwas engeres Kimono Tee in Kauf zu nehmen und ihn so knapp unter der Overlockmaschine durchzuschleusen, dass zumindest nicht noch etwas abgeschnitten wird.

Jahaaa, damit ist es wirklich eine eher enge Version geworden. Noch nicht in der Kategorie Presswurst, aber eindeutig körpernäher, als ich das normalerweise angenehm finde. Trotzdem mag ich das Shirt sehr.

Die angeschnittenen Ärmel sind sicher Geschmackssache, ich habe aber ohnehin so breite Schultern, dass da nichts zu kaschieren ist und mich die abstehenden Ärmelflügel nicht stören.

Nachdem mein letztes Shirt für mich ziemlich sackartig saß und ich von mehreren netten Menschen den Rat bekommen habe, die Länge genauer zu wählen, habe ich dieses Stück wirklich am Ende auf links angezogen und die passende Saumlänge am Körper abgesteckt.

Die Länge finde ich erst mal ungewohnt, weil ich meist gern noch die Hüfte mit dem Oberteil bedecke, aber mit etwas Selbstkritik sieht es doch ziemlich gut passend aus. Die drei Zentimeter Weite, die mir durch die vergessene Nahtzugabe fehlen, die hätte ich aber beim nächsten Shirt gern noch.

Karin hatte in ihrem Beitrag drei Shirts gezeigt; eins mit Bündchen am Ausschnitt und zwei mit verschiedenen Einfassungen. Ich wollte weder das eine noch das andere, sondern habe einen Ausschnittbeleg zugeschnitten und den Ausschnitt damit verarbeitet. Das gefällt mir am besten, weil es dank der versetzten Covernaht die Stoffbreite an meiner Schulterweite noch mal auflockert.

Wenn ich jetzt noch an eine ordentliche Saumzugabe an den Ärmeln denke, finde ich das Shirt aus dem passenden Stoff glatt bürotauglich. Ich hab den Schnitt jedenfalls mal sicherheitshalber noch nicht weggeräumt.

Danke für den Anschubser, Karin!

Verlinkt zum Me Made Mittwoch und The Creative Lover

10 Kommentare zu „Schwedensommer im knappen Kimono

  1. Liebe Meike!
    Wie schön, dass du dir die Zeit genommen hast und dieses flotte Shirt genäht hast. Es ist tatsächlich erstmal ungewohnt, dass es etwas enger sitzt. Aber du hast es doch genau getroffen. In jedem Fall keine Presswurst, aber eben auch kein Sack 😉 Und das Design ist auch nett. Ich liebe ja Blaubeeren und sie sind für mich mit den Schwedenurlauben aus Kindertagen verbunden!

    Liebe Grüße Iggy

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  2. Meine Kimonotees sind auch eher immer Körpernah – ich glaube, ich ging bis jetzt auch immer davon aus, dass da Nahtzugabe mit drin ist 😀 – Dir steht es in der Form und Länge sehr gut. Und wie du schon sagst, die angeschnittenen Ärmel sind Geschmackssache – ich liebe sie z.B und habe deshalb glaube ich schon 6 Kimono Tees im Schrank.

    Liebe Grüße,
    Steffi

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  3. Liebe Meike,da muss es heute später Abend werden,dass ich Mal einen Blick in die Bloggerinnenwelt werfen kann…in dann sehe ich da diesen, in mehrfacher Hinsicht, großartigen Post von Dir! Der Stoff ist super und steht Dir total, die Kragenverarbeitung ist erste Sahne und holt nochmal mehr aus dem Schnitt raus und insgesamt sieht man, dass Dir der Schnitt sehr steht! Wie gesagt, ich verlängere die Ärmel immer,das macht der Schnitt gut mit. Ich hatte aber auch schon die ‚Flügelversion’… geht auch 🙂 Und danke für die lieben Worte! Liebste Grüße, Karin

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  4. Ich finde nicht, dass das Shirt zu eng aussieht, ich finde, dass du das gut tragen kannst. Aber man selbst muss sich ja auch wohlfühlen. Der Stoff ist total schön, eigentlich nicht mein Farb-Beuteschema, gefällt mir aber sehr gut.
    Tolles Shirt!
    Viele Grüße, Denise

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  5. Liebe Meike, grundsätzlich kannst Du sehr gut körperbetonte Kleidung tragen. Es steht Dir ausgezeichnet! Aber ich weiß was Du meinst, man muss sich selbst darin wohlfühlen, egal was andere sagen.
    Der Stoff ist wirklich toll, den hätte ich auch nicht zu Masken verarbeiten wollen. Zur Jeans passt er hervorragend.
    LG
    Natalie

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