Kindersachen

Ein Gewohnheits-Fauxpas und sein Ergebnis

Meine Stöpsel – bzw. ihre Kleiderschränke – leiden derzeit etwas unter fehlender Aktualität. Dem kleinen Stöpsel habe ich zumindest neulich die nächste Kleidergröße aus der Abseite geholt, in der die Sachen lagern, die gerade keinem passen. Der große Stöpsel geht aber teilweise fast bauchfrei und trägt nach zwei Jahren obenrum immer noch die Sachen von seiner Einschulung.

Im Juli wollte ich eilig zumindest mal zwei Pullover nähen und habe für den einen das Freebook Immergrün von Firlefanz rausgeholt, das gut passt und schnell geht. Als ich nach dem Zuschneiden anfangen wollte zu nähen, habe ich mir einmal gründlich gegen die Stirn gehauen. Ich hatte in meiner Routine und ohne nachzudenken kurze Ärmel zugeschnitten! Die Jungs haben so viele T-Shirts nach diesem Schnitt, dass ich einfach nicht geschaltet habe.

Für lange Ärmel reichte der Stoff eigentlich nicht mehr so ganz, aber ich habe beschlossen, dass da ein Kompromiss her muss. Ein T-Shirt brauchte das Kind nämlich nicht. Also habe ich die Ärmel nicht gesäumt, sondern ein Bündchen aus einem Rest gelbem Jersey angenäht, um auf die vorgesehene Länge zu kommen.

Nun hatte ich ja kurze Ärmel und lange Ärmel zugeschnitten, und ich war zu sparsam, um die kurzen Zuschnitte einfach wegzuwerfen. Lagenärmel schwebten mir vor. Nur sieht man das überhaupt nicht, wenn beide Ärmel bunt gestreift sind Auch doof.

Kurzerhand habe ich aus dem gleichen gelben Jersey zwei breite Streifen ausgeschnitten, unter den gesteckten Saum der kurzen Ärmel gesteckt und alles zusammen gecovert. Dann habe ich beide Ärmel in die Armkugel eingenäht, alles zusammen seitlich geschlossen und am Ende die langen Ärmel gesäumt.

Das Ergebnis ist seeehr bunt. Aber der große Stöpsel hat irgendwie so gar nichts dazu gesagt außer „Jahaa. Gefällt mir.“ Und er zieht ihn an, was will ich also mehr? Na ja, Schlaf und Konzentration, ohne Frage, aber ich glaube, dieser Fehler passiert mir nicht so bald noch mal. In Größe 140 verbraucht man nämlich meist einen ganzen Meter Stoff für einen Pulli, und dieses Mal habe ich mich genug geärgert, um noch eine Weile dran zu denken.

Verlinkt zu Creative Lover, Menschen(s)kinder, Handmade on Tuesday, Dings vom Dienstag und creadienstag

3 Kommentare zu „Ein Gewohnheits-Fauxpas und sein Ergebnis

  1. Liebe Meike, das Regenbogenshirt ist tatsächlich bunt, witzig und facettenreich – und wenn das nicht zum großen Stöpsel passt, dann weiß ich es auch nicht 🙂 Der „Lagenlook“ ist ja bei uns beim Großen extrem beliebt, ich habe schon für die Herbstshirts entsprechende Bestellungen entgegennehmen dürfen. Also: Alles voll im Trend! Liebste Grüße! Karin

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  2. Servus Meike!
    Auch ich finde das Shirt richtig cool und am wichtigsten ist es doch, wenn es beim Träger gut ankommt – und das tut es! Danke fürs Zeigen beim DvD und liebe Grüße!
    ELFi

    Gefällt 1 Person

  3. Liebe Meike,
    hach, wie schön zu lesen, dass anderen solche Schusseligkeiten auch passieren, nicht immer nur mir… 🙂
    Mir gefällt das Shirt super gut! Wenn Du die Geschichte des Entstehungsprozessen nicht erzählst, dann meint man, das muss so. Lagenlook ist eh angesagt.
    LG
    Natalie

    Gefällt 1 Person

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