Kindersachen

Ukuola statt Vokuhila

So lange die kleinen Stöpsel im Schlafsack schlafen bzw. geschlafen haben, hatten wir selten ausgewiesene Schlafanzüge. Meist habe ich ihnen irgendwelche Baumwollsachen angezogen, je nach Wetter kurz oder lang oder gemischt. Ist ja nicht so, dass sie bei einer Pyjamaparty den kritischen Blicken der Peers ausgesetzt wären. Neulich, für das Stöpselchen, hatte ich aber Lust auf einen Schlafanzug und habe überlegt, was für einen und warum. Der Babyanzug aus dem Klimperklein-Buch tut uns bisher gute Dienste als Tages- und Schlafanzug, also bin ich bei dem Schnitt geblieben. Anders als sonst habe ich aber überlegt, dass er eigentlich keine langen Beine haben muss. Das Stöpselchen schläft in kühlen Nächten im Daunenschlafsack, der Sommersack ist leicht und angeraut, also ist im Wesentlichen der Schlafsack verantwortlich für die passende Temperatur. Entscheidend finde ich eigentlich nur, dass die Arme auch passend bekleidet sind, denn die gucken nun mal raus. Der Logik nach brauchte ich also für die abkühlenden Sommernächte einen Schlafanzug mit kurzen Beinen (stecken ja im Schlafsack) und langen Ärmeln (gucken raus). In Größe 80 kommt man da exakt mit einem halben Meter hin.

Neuerdings ist die Kamera gut gefordert mit Fokussieren. Das Tempo des Stöpselchens steigt täglich…

Ich wollte sparsam (also faul!) umfädeln und habe mit zwei Nadeln eingefasst. Boah, das war ja mal ein Schuss in den Ofen. Ich habe den Einfasser nicht gut eingestellt, bin an vielen Stellen mit beiden Obernähten neben die Einfassung gerutscht und habe so in etwa die doofste Einfassung produziert, die man mit einem Einfasser hinkriegen kann. Und dann hab ich auch noch gedacht, ich kann einfach ein paar Druckknöpfe raufsetzen, die losen Stellen damit fixieren, und keiner sieht’s. Pustekuchen!

Das sah total bescheuert aus, weil sich ja das Bündchen zusammenzog, der Stoff aber nicht. Am Ende habe ich die unbefestigten Strecken zwischen den Druckknöpfen mit der Nähmaschine nachgearbeitet. Schön ist das nicht geworden. Aber besser als vorher. Schade nur um den Stoff, den finde ich wirklich superschön.

Diese Anzugkonstruktion mit kurzen Beinen und langen Armen sieht doch seeehr seltsam aus. Irgendwie Vokuhila in anders. Angezogen ist es nicht mehr so schlimm, finde ich, und es geht ja auch hauptsächlich um den Nutzwert. Aber wenn ich den mal verschenke, muss ich bestimmt erklären, dass ich keinen Knick in der Optik hatte, sondern das bewusst so wollte…

Verlinkt zu The Creative Lover, Nähzeit am WE und Menschen(s)kinder

9 Kommentare zu „Ukuola statt Vokuhila

  1. Liebe Meike!
    Solche Gedanken hatte ich auch schon mal! Kühle Ärmchen und heiße Beine sind blöd. Aber so ist es doch richtig gut gelöst! Bei mir fehlte es an der Umsetzung, aber gedanklich war ich da auch schon so weit! Und ich finde das sieht nicht komisch aus! Ich bin auch gern im Sommer mit kurzer Hose aber nem Pulli (manchmal auch Wolle!) unterwegs. Ist doch quasi das gleiche;)

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    1. Stimmt, so hatte ich das noch gar nicht betrachtet. Ich ziehe auch eher einen Pulli zu einer kurzen Hose an als auf eine lange Hose zu wechseln, wenn es im Sommer abends kühl wird. Der Schlafanzug ist auf jeden Fall super, der leistet uns treue Dienste.

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  2. So einen hättest du vermutlich nie zu kaufen bekommen! Macht ja meistens keinen Sinn. Aber ich finde das auch mehr als nachvollziehbar. Unserer mag nur keine Schlafsäcke….

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  3. Hallo Meike,
    der Stoff ist wirklich richtig schön, das gelb der Giraffen leuchtet so toll!
    Und die Idee mit oben lang und unten kurz finde ich auch gut. Kalte Arme bei kurzen Schlafis hatten wir hier auch schon. Und das mit der Einfassung wäre mir auf den Bildern gar nicht aufgefallen. Für mich sieht das gut aus 😉
    LG, Verena

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  4. Liebe Meike, ich bin ein großer Fan dieses Schlafanzugs! Vor diesem „Problem“ standen wir in der Babyzeit oft, dass „untenrum“ luftig total ok gewesen wäre, „obenrum“ aber langarm angemessen. Bei uns war es dann immer ein Langarmbody, aber ich finde Deine Variante, dass an den Oberschenkeln noch Stoff ist, 100 mal besser. Der Stoff ist natürlich auch herzallerliebst. Und ärgere dich nicht wegen der Nähte – kein Mensch sieht das, außer Dir, und Hauptsache, alles hält zusammen und der Schlafi tut seine Dienste! 🙂 Liebe Grüße! Karin

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    1. Liebe Karin, lange Bodys haben wir auch schon oft angezogen. Die sind genauso dienlich, nur ist abends die Toleranz für über-den-Kopf-Ziehen schon enorm reduziert. Da erleichtern wir uns mit einem Anzug, den man vorn knöpft, eine Menge „Ärger“ vom Stöpselchen. Danke für deinen lieben Kommentar!
      Meike

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  5. Also ich finde den Anzug a) total praktisch und logisch und gar nicht komisch und b) den Stoff super und c) sieht man den Rest kaum und nur bei kritischem Hinsehen und überhaupt … dem Stöpselchen ist das doch egal und er sieht aus als ob er ihn mag. LG Ingrid

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