Allgemein · Kindersachen

Babyhose mit Fertigbündchen – ein Experiment

Unserem Baby Nummer drei habe ich im Juni eine Krabbeldecke genäht, aus Graziela-Stoffen. Und da man dabei nur Kreise ausschneidet, waren überall kleine bis mittelgroße Randstücke übrig, aus denen man noch Babysachen nähen konnte. Eigentlich finde ich Hosen für die ganz Kleinen noch nicht so praktisch, wir haben bisher am liebsten Strampler angezogen. Aber eine einzige schlichte Pumphose darf es dann doch sein, und da habe ich dieses Mal das Freebook von Lybstes in Größe „Newborn“ aus dem Ordner gezogen.

Eigentlich wird das Hosenteil in einem Stück (also im Bruch) zugeschnitten und hat dann nur eine Naht am Po. Dafür haben meine Stoffreste aber nicht mehr gereicht, meine Hose hat also vorn und hinten je eine Teilungsnaht. Fand ich nicht schlimm.

Als ich vor Kurzem auf der Internetseite von Graziela gestöbert habe, bin ich dort auf Fertigbündchen mit GOTS-Zertifizierung von Albstoffe gestoßen. Das hat mich wirklich überrascht. Ich kannte die – sehr prominent und breit vermarkteten – Fertigbündchen von Hamburger Liebe, aber dass Albstoffe auch andere Fertigbündchen herstellt, war mir neu. Ich habe mir – bzw. den Kindern – eins davon gegönnt und wollte das jetzt an der Mini-Hose mal ausprobieren.DSC_0086Ein bisschen schwergetan habe ich mich mit dem richtigen Maß. Eigentlich soll man es genauso schneiden wie „normales“ Bündchen. Das ist mit Faktor 0,7 bis 0,8 des Hosenumfangs. Das kam mir aber für so einen kleinen Froschbauch beim Neugeborenen zu weit vor; die Hose ist sehr lose geschnitten. Also habe ich nach Augenmaß und Erinnerung überlegt, wie weit das Bündchen sein müsste, und habe so breit abgeschnitten. An den Beinen genauso.DSC_0079 (2)Die Bündchenstreifen habe ich erst mit der Nähmaschine zusammengenäht und dann mit der Overlock versäubert, auch wenn das bei Bündchen eigentlich nicht nötig wäre. Sieht aber sauberer aus. An den Rändern habe ich die Fadenraupe eingezogen und die Naht seitlich festgesteppt. Das ist ja echt ungewohnt, dass man das Bündchen nicht nachher doppelt klappt und damit die Naht verbirgt, sondern dass die Naht innen sichtbar bleibt.DSC_0082 (2)Tja, mein Augenmaß hat nur leider nicht zur (eher geringen) Dehnbarkeit des Bündchens gepasst. Ich finde es leider sehr fest, fast hart, und obwohl ich es bis an die absolute Grenze der Materialeigenschaft gedehnt habe, war es am Ende eine Idee zu kurz für den Hosenjersey. Das ist mir im Ergebnis wurscht, bei einer Babyhose guckt kein Mensch auf eine Falte am Hosenboden. Aber gedanklich gespeichert habe ich, dass die Bündchen für meinen Geschmack nichts für die ganz Kleinen sind, sondern eher für Kleinkinder. Da muss es nicht mehr ganz so weich sein.DSC_0081Selbstkritisch hätte ich mir einen Gefallen getan, das gepunktete Bündchen an schlichteren Stoff zu nähen. Farblich ist das jetzt echt etwas viel des Guten. Aber okay, bei Babys darf es ja noch richtig bunt sein, und dann gibt es eben einen schlichten Body dazu. Auch kein Drama.DSC_0078 (2)Von dem Fertigbündchen habe ich noch genug für zwei Kinderärmel. Mal sehen, wo ich die anbaue. Für Babykleidung speichere ich die fertigen Bündchen aber als ungeeignet.

Verlinkt zur Bio-Linkparty, zu Selbermachen macht glücklich, Menschen(s)kinder, Nähzeit am Wochenende und Sew Mini

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