Kindersachen

Der allererste Body zum über-den-Kopf-Ziehen

Zu Beginn des dritten Trimesters habe ich so richtig mit dem Babysachen-Nähen angefangen. Der erste Schritt war, alle Schnittmuster durchzugucken und mich für die „richtigen“ zu entscheiden. Zu viele Sachen in Größe 56 werden wir nicht brauchen.

Grundsätzlich nähe ich inzwischen auch anstandslos Wickelbodys, trotz der elendig langen Einfassstrecke. Aber ich wollte gern einen Rest Stoff vernähen, der für die Wickelbody-Teile einfach nicht mehr gereicht hat, und habe deshalb beim Stöpsel-Papa angefragt, ob das Baby auch einen über-den-Kopf-zieh-Body bekommen darf. Für die kleinen Stöpsel hatten wir in Größe 56 kein einziges Kleidungsstück für über den Kopf. Die haben ausschließlich Wickelsachen, Strampler und Jacken angekriegt. Der Große hat mit eineinhalb noch jedes Mal gebrüllt, wenn man was über den Kopf gezogen hat, und beim Kleinen haben wir kein Experiment gemacht.

Für das dritte Kind traute sich der Stöpsel-Papa dank Routine auch zu, den Kopf durch ein Body-Halsloch zu bugsieren. Also habe ich den Näähglück-Raglanbody Ilo in 56 ausgeschnitten. Ein Raglanbody hat eine deutlich größere Kopföffnung als einer mit Schulterknopfleiste, weil eine gesamte Naht vom Hals bis zur Achsel offen bleibt.DSC_0077Die Ärmel werden laut Anleitung auch eingefasst, und weil das insgesamt dann doch etliches an Strecke war, habe ich den Einfasser an die Cover-Maschine angeschraubt. So richtig habe ich noch nicht den goldenen Weg für die Außenkurven gefunden, da verrutscht mir immer mal die Naht. Aber es sieht immer noch besser aus als mit der Nähmaschine. Und die Einfassungen sind flacher und gehen deshalb nachher besser unter der Overlockmaschine durch. Und es hält. Was will man mehr?DSC_0076Den Stoff (Kritzelstreifen von Graziela) mag ich sehr, weil man ihn zu fast allem kombinieren kann. Weiß mit Bunt geht doch immer, oder?DSC_0075 (3)Für die Druckknöpfe habe ich wirklich eine Weile überlegt, wie bunt oder unbunt ich die einsetze. Ich hatte schon fünf verschiedenfarbige Kappen rausgelegt und habe mich dann doch für die Konträrfarbe zu Rot entschieden. Der Stoff ist bunt genug. Und jetzt bin ich gespannt, wie das mit dem Anziehen klappen wird…DSC_0073 (2)

Verlinkt zu Menschen(s)kinder, Pennjas: Auf StreifzugNähzeit am WE und Sew Mini

8 Kommentare zu „Der allererste Body zum über-den-Kopf-Ziehen

  1. Das erinnert mich an einen Body, den wir zur Geburt unseres ältesten von Nachbar geschenkt bekommen haben – gleiche Farben, und bei uns war noch ein Frosch drauf gebügelt. Leider Größe 50 und daher konnten wir den immer nur 2-3 mal pro Kind nutzen. Das über den Kopf ziehen war bei unseren drei Kindern nie ein großes Problem. Wir hatten etwa zur Hälfte Wickelbodys und der Rest zum drüber ziehen.
    Das klappt bei dem kleinen Stöpselchen dann schon – der Body ist ja mit viel Liebe genäht, das spüren die kleinsten auch schon 😉
    LG Petra

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    1. In Größe 50 hab ich nur ein einziges Set genäht. Das passt ja schlagartig nicht mehr, wenn sich das Baby nach der Geburt ausgefaltet hat.
      Wir sind da auch mal optimistisch mit dem Anziehen. Sonst müsste ich drei Bodys abhaken. Nee, nee, das kommt nicht in Frage 🙂
      Liebe Grüße!

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  2. Oh, der ist wunderwunderschön! Bei uns klappt es auch ganz gut mit über den Kopf ziehen, also nur Mut :-), aber Wickelbodys mag ich lieber. Hab mich aber selbst noch an keinen rangetraut, weil ich mich mit dem Einfassen noch sooo schwer tue. Jetzt wird es aber langsam mal Zeit, denn bei Größe 74 ist ja bei den meisten Herstellern Schluss mit Wickelbodys.
    Liebe Grüße
    Victoria

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    1. Danke, Victoria!
      Ich gebe aber zu: Ohne den Einfasser hätte ich auch weniger Bodys genäht. Das Frustpotenzial ist viel größer und die Geduld wird viel mehr gefordert, wenn man das mit der Nähmaschine macht. Und Geduld ist nicht mein zweiter Vorname…
      Liebe Grüße

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