Allgemein · Für Erwachsene

Easy Summer auf Vorrat

Für das Näähglück-Wochenende in Dresden Ende Februar war von Vornherein mein Plan, Sommerkleider zu nähen. Ja, das war ziemlich früh dran, aber ich hatte für den Näähglück-Treff den Workshop „Schnittmuster an meine Maße anpassen“ gebucht und wollte dort das Kleid anpassen lernen. Und wenn ich schon den perfekten Schnitt bekomme, muss ich ihn doch auch nähen, oder? Auch bei fünf Grad minus.

Bei dem Workshop habe ich zuerst gelernt, von wo bis wo man die Schulterweite korrekt misst, nämlich jeweils von und bis zu der Stelle, an der das Gelenk nach oben geht, wenn man die Schulter hebt. Danach hat mir Sophie Kääriäinen von Näähglück erklärt, dass ich Anpassungen in der Schulterweite am besten im Bruch mache, nicht an der Außenlinie. Sie hat mir die neuen Linien, die ich für meine Maße brauchte, auf meinem Schnittmuster eingezeichnet, und ich habe das am Folgetag direkt in die Tat umgesetzt.IMG_1336Für das erste Kleid habe ich einen mindestens zwei Jahre alten Stoffmarkt-Jersey verwendet, den ich dort mal als Coupon gekauft und doch nie vernäht hatte, weil er so dünn ist. Unter das Kleid muss ich dann auch Hemd und Leggings ziehen, aber das nehme ich jetzt in Kauf. Vorteil an dem Jersey ist nämlich, dass er sehr weich ist, mit Crinkle-Optik daherkommt und sich gut dehnt. Wenn der Schnitt nicht perfekt passen sollte, verzeiht dieser Stoff das eher als sehr fester Jersey.DSC_0162Das Kleid habe ich ohne Teilung zugeschnitten, also ein Vorderteil, ein Rückenteil und die Ärmel. Dabei habe ich es um zehn Zentimeter verlängert, weil ich 16 cm größer bin als das Näähglück-Standardmaß und nicht im Minikleid gehen wollte.DSC_0165Genäht hat sich das einwandfrei, aber die Stoffqualität hat sich beim Säumen und beim Halsbündchen echt gerächt. Ich weiß nicht, ob ich schon mal einen Saum mit so vielen Nadeln gesteckt habe, aber der Stoff war so wabbelig und rutschig, dass ich sonst einen Wellensaum geerntet hätte. Noch schlimmer war das Halsbündchen; ich hatte den Ausschnitt mit 0,8 multipliziert und diese Länge zugeschnitten. Das ist der Standard für Jersey-Bündchen. Jahaaa, aber nicht bei diesem Stoff. Der dehnte sich fast gar nicht, rollte sich aber dafür ein. Was hab ich bei der Runde um den Halsausschnitt innerlich geflucht! Der Halsausschnitt ist im Ergebnis auch alles andere als perfekt und gleichmäßig, aber so genau wird da schon keiner gucken.DSC_0164Dafür sitzen aber die Schultern absolut perfekt, das Oberteil schlägt keine Falten, wo es nicht soll, und die Länge mag ich auch. Dieses Kleid sieht für meinen Geschmack richtig nach Sommerurlaub aus, ich freu mich jetzt noch mehr auf wärmeres Wetter! Und ich bin ganz glücklich, dass ich mit diesem Schnittmuster jetzt einen schlichten Basis-Schnitt für künftige Kleider habe – man kann ihn nämlich sehr leicht auch als Maxi-Kleid verlängern.DSC_0168

Verlinkt zu Auf Streifzug und Nähzeit am Wochenende

 

3 Kommentare zu „Easy Summer auf Vorrat

  1. Das Schnittanpassen muss ich mir auch mal genau anschauen. Die Schultern sitzen ja wirklich super. Da kann der Frühling jetzt bitte schnell kommen. (Bei uns schneit’s.)
    Liebe Grüße! Tina

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