Kindersachen

Fastfood-Pilvi als Kombistück

Neulich hab ich meinem kleinen Stöpsel eine Pommes-Hose aus Hilco-Sweat genäht. Den Stoff fand er toll und hat ganz interessiert beim Zuschneiden zugeguckt. Auf den Hamburger-Liebe-Stoffen zeigt die Webkante oft verschiedene Motive aus der entsprechenden Serie; hier war das vor allem Fastfood. Als ich angefangen habe zu schneiden, fragte der kleine Stöpsel ganz motiviert: „Bleibt das hier dran?“, und deutete auf die Webkante.

Nee, also das geht irgendwie nicht. Sieht auch komisch aus, wenn da mitten auf dem Hosenbein die Webkante anfängt. Ich konnte aber verstehen, warum er das fragt: Irgendwie schon schade drum, die schönen Zeichnungen am Rand einfach in den Stoff-Mülleimer zu werfen. Mein Vorschlag zur Güte war, ihm ein einfaches T-Shirt zu nähen und die Zeichnungen auf das Vorderteil zu setzen. Damit war er einverstanden.DSC_0132Gewählt habe ich das Raglanshirt Pilvi von Näähglück in der schmalen Variante. Auf Wunsch des Empfängers sollte es lange Ärmel haben, und Orange sei okay. Fand ich kombinierbar zur Pommeshose, und außerdem verbraucht sich orangefarbener Jersey bei mir ohnehin nicht toll, ich hatte aber noch einen Meter aus meinem Stoff-Adventskalender.

Ich habe also jeweils einen Burger, ein Hotdog, eine Pommestüte, einen Smiley und eine Sprechblase grob ausgeschnitten und mit Vliesofix hinterbügelt. Dann habe ich alles noch mal „gut“ ausgeschnitten, mit einem einigermaßen gleichmäßigen weißen Rand um das Motiv. In diesem weißen Rand wollte ich alles noch mal feststeppen. Meine größte Herausforderung bei dem gesamten Projekt war das Anordnen der Applikatiönchen auf dem Vorderteil. Klingt komisch, ist aber so. Dekorieren ist überhaupt nicht meine Stärke, dafür hab ich kein Gefühl. Irgendwann hab ich beschlossen, dass mein Sohn vielleicht die Deko-Schwäche geerbt haben könnte und sich wahrscheinlich einen feuchten Kehricht um die Anordnung schert.DSC_0139Festgesteppt habe ich die Teile mit einer Stichlänge von nur 1,4. Ich komme dann besser um die Kurven und Ecken. Ab da war der Rest ein Kinderspiel; Nähen, Halsbündchen einsetzen, Absteppen, Säumen. Für das Halsbündchen habe ich erstens Royalblau gewählt, weil das die Po-Taschen-Farbe der Hose aufgreift, und zweitens, weil es die Konträrfarbe von Orange ist und ich genau passendes orangefarbenes Bündchen nicht hatte.DSC_0141Beim Säumen habe ich ausnahmsweise mal die mittlere Nadel an der Covermaschine rausgenommen (eine muss immer, weil ich nur zwei orange Garnkonen besitze) und damit einen ziemlich breiten Coversaum geerntet. Ich find das gut, es passt gut zu eher robuster oder schlichter Kleidung.DSC_0140Das fertige Pilvi finde ich witzig. Nicht der große Wurf in Sachen Design und Kreativität, aber der kleine Stöpsel hat sich gefreut, und ich finde, man kann es auch gut ohne die Pommes-Hose anziehen, einfach zu einer Jeans. Schön, wenn Kinder so Ideen haben!DSC_0133

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4 Kommentare zu „Fastfood-Pilvi als Kombistück

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