Allgemein · Für Erwachsene

Blusenshirt mit gesparten Ärmeln

Ich schaffe es nicht jeden Monat, aber immer mal wieder lasse ich mich motivieren vom Jahres-Sew-Along bei Fräulein An, der jeden Monat ein neues Thema stellt. Im Juli war es „ärmellos“, und das hat mich total angesprochen. Ich war nur ziemlich ratlos, was es werden sollte. Schlichte ärmellose Jersey-Tops hab ich genug. Nach mehreren kritischen Blicken in meinen Kleiderschrank habe ich entschlossen, dass mir eine ärmellose Bluse fehlt.

Entschieden habe ich mich für das Blusenshirt No. 6 von lillesol & pelle, das eigentlich Dreiviertelärmel mit Manschette hat. Die wollte ich dann weglassen. Ich hatte es schon mal für meine Mutter genäht, wusste also, dass es machbar ist. Und wie schwer kann es sein, Ärmelausschnitte einzufassen, statt Ärmel anzunähen?DSC_0485In meiner Webstoff-Kiste lag schon bestimmt zwei Jahre lang ein Double-Gauze-Stoff, den ich mal an einem Stand mit japanisch anmutenden Stoffen auf dem Stoffmarkt gekauft hatte. Der sollte es werden. Für die Ärmeleinfassung hab ich zum ersten Mal so einen Schrägbandformer benutzt, von dem ich erwartet hatte, dass der Stoffstreifen einfach durchflutscht, unterm Bügeleisen durchläuft und perfekt parallel rauskommt. Hmm. Ich wurde eines Besseren belehrt; auch dieses Ding erfordert Übung und Fingerspitzengefühl. Wieder was gelernt.DSC_0487An der Anleitung für das Blusenshirt hatte mich schon beim letzten Mal ehrlich geärgert, dass die Fotos dieselben sind wie im Blusenshirt No. 5, das aber aus Jersey genäht wird. Ich nähe also eine Webstoff-Bluse nach Jersey-Fotos, und das mag nebensächlich klingen, ist es aber für mich nicht. Es gibt diese eine verfluchte Stelle, an der man den Ober- und Unterkragen sauber eingeschlagen aneinandernähen soll, was mir an der Vorderkante unerreichbar erscheint, und ich hätte einfach gern mal an Fotos gesehen, wie das gehen soll. Ich wurschtele und krepele jedes Mal so lange mit den Nahtzugaben und Ecken rum, bis es von außen einigermaßen sauber aussieht. Innen soll aber bloß keiner reingucken!DSC_0480Immerhin ist der Kragen das einzige Ärgernis. Der Double Gauze hat sich sehr dankbar verarbeitet, und der Rest der Bluse fordert eher in Sachen Fleißarbeit (Bügeln!) heraus.DSC_0483Von der fertigen Bluse bin ich ehrlich begeistert. Das Ärmelloch passt super, gewährt keine Einblicke, kneift aber auch nicht. Ich mag den losen Sitz der Bluse, der dadurch verstärkt wird, dass die großen Teile an den Passen eingekräuselt werden, um dann weicher zu fallen.DSC_0494Ganz bestimmt ist die Bluse nicht perfekt, und den Kragen schaue man sich lieber nicht so genau an, aber ich werde sie glücklich und stolz auch im Büro tragen. Für den Juli war das genau das richtige Thema. Danke, Fräulein An!DSC_0479

Verlinkt zum Jahres-Sew-Along und RUMS

8 Kommentare zu „Blusenshirt mit gesparten Ärmeln

  1. Die Bluse sieht klasse aus. Insbesondere oder gerade wegen dem Stoff?

    Ich mag Stehkragen total gerne und kenne das Problem daher nur zu gut. Deshalb habe ich mir bei meinem neusten Stehkragen-Teil überlegt wie es besser gehen könnte und bin mit dem Ergebnis zum ersten mal wirklich zufrieden. Ich habe den Außenkragen von der Mitte aus zum vorderen Ausschnitt genäht und dann erst den Innenkragen am oberen Ende angenäht (ich weiß jetzt nicht mehr wie rum es im Ebook beschrieben ist). Dann ordentlich gebügelt und die Enden mit Leiterstich händisch geschlossen und anschließend mit der Nähmaschine den inneren Kragen festgesteppt.
    Ich hoffe das war verständlich und in Ordnung dass ich ungefragt meinen „Wissen“ (haha) weitergegeben habe

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    1. Hallo Miriam! Ich lerne immer gern, auch ungebeten. Die Anleitung sieht den Kragen genauso vor, wie du das machst – nur der Leiterstich kommt da nicht vor. So knautschig, wie mein Ergebnis aussieht, behalte ich aber fürs nächste Mal wirklich im Auge, die letzten Zentimeter per Hand zu nähen. Das wäre gut investierte Zeit!
      Danke!
      Viele Grüße
      Meike

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  2. Also Respekt für diese Bluse!
    An sowas exaktes traue ich mich einfach noch nicht ran. Zu groß ist die Angst, dass ich den Stoff versaue 😉
    Auch der Stoff ist sehr schön!
    Liebe grüße, Iggy

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