Allgemein · Kindersachen

Babyanzugbewohner vs. Nachtruhe

Nachdem ich meinen drei Männern Partnerlook-T-Shirts aus dem herrlichen Buntstiftstreifen-Jersey von Lillestoff genäht hatte, war noch ein Rest Stoff übrig. So ein Rest, aus dem irgendwie nicht mehr viel zu holen ist, um den es aber beim Wegwerfen eindeutig zu schade wäre. Ich habe erst an Socken oder Unterhosen gedacht, dann wäre aber immer noch so viel Verschnitt gewesen.

Am Ende habe ich mich für einen Babyanzug aus dem Klimperklein-Buch entschieden, obwohl der Stoff eigentlich nicht so ganz dafür reichte. Ich musste den Seitenstreifen mit der Waschanleitung mitnutzen. Das habe ich mit gutem Gewissen gemacht, weil immerhin die Schriftart schön ist…DSC_1421 (2)Den Babyanzug habe ich schon für meinen kleinen Stöpsel in der größten Größe 92 als Schlafanzug genäht; die Mini-Variante in 62 hatte ich in Papier bereitzuliegen, aber noch nie verwendet. Zum ersten Mal habe ich den Zwickel direkt mit der Overlock angenäht; bis dahin hatte ich ihn immer erst mit der Nähmaschine gesteppt und dann versäubert oder einfach so gelassen. Na ja, das hat fast gut geklappt. Ein Fältchen ist da doch entstanden. Aber wer kontrolliert an einem strampelnden Baby schon den Zwickel?!DSC_1418 (2)Das türkisfarbene Bündchen hat genau nicht mehr für den Einfassstreifen gereicht. Also habe ich gleich in den Farbtopf gegriffen und noch zwei weitere Farben rausgeholt: gelbes Bündchen und blaue Druckknöpfe. Damit habe ich zwar nicht die perfekten Farbtöne, aber doch ziemlich gut die Streifen auf dem Stoff getroffen.DSC_1420 (2)Eigentlich ist der Stoff ja in sich schon schön genug, um allein zu wirken. Mir war aber nach einer niedlichen Applikation, und die musste nun einigermaßen farblos sein, um kein Farbchaos auf dem fertigen Stück anzurichten. Mit nur aufgebügelten Applikationen habe ich keine besonders guten Erfahrungen gemacht, die waren gern mal nach der fünften Wäsche wieder ab. Deshalb habe ich mit ganz kleiner Stichlänge einmal drumherumgesteppt.DSC_1419 (2)Rüssel und Schwanz sind nicht ganz fest, aber damit kann ich leben.

Den fertigen Anzug finde ich zu schön, und die Waschanleitungen auf den Beinen stören mich nicht im Geringsten. Ich verbuche sie als den besonderen Charme des Kleidungsstücks. Eigentlich würde ich den Anzug am liebsten behalten, aber da das Stöpselchen schon zwei Jahre zu groß dafür ist, bräuchten wir einen neuen Kandidaten, der reinpasste. Ach nee, und noch mal fünf Jahre auf eine durchgeschlafene Nacht warten? Dann doch lieber verschenken.DSC_1417 (2)

Zu Gast bei Sew Mini, Menschen(s)kinder und der Bio-Linkparty

2 Kommentare zu „Babyanzugbewohner vs. Nachtruhe

  1. Hi Meike, sehr schöner Babyanzug. Ich finde die Waschanleitungen an den Beinen super, richtig individuell. Toll, dass du den Stoffrest noch so gut verwerten konntest.
    So kleine Teile, wie den Zwickel nähe ich übrigens auch lieber mit der normalen Maschine. ;o)
    Viele Grüße, Tina

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