Allgemein · Kindersachen

Pirat mit (SnapPap-)Ecken und (roten) Kanten

In meiner „ausgedruckte-aber-noch-nicht-geklebte-Schnittmuster“-Mappe hatte ich schon länger den Jojolino-Schnitt „Shirt schief und krumm“. Mir gefiel (und gefällt) daran, dass es unkonventionell ist und man viel daran spielen kann. Im letzten Urlaub habe ich abends ausdauernd ausgeschnitten und bin voll motiviert mit fertigen Schnittteilen für meinen Großen zurückgekommen. Zu einem graugründigen Piratenstoff hatte ich hellgrauen Jersey mit kleinen blauen Glitzerpunkten ausgesucht, das war eine sichere Bank bei der Stoffwahl.

Das Ebook bietet viele Ideen bei der Ausgestaltung des Shirts, und manche Designbeispiele am Ende sind zum Verlieben schön. Ich wollte das Shirt erst mal mit begrenztem Aufwand ausprobieren, obwohl mich schon auch reizt, den Schnitt noch mal richtig mit Klimbim zu nähen. Aber erst, wenn das erste Ergebnis passt und gefällt.

Für den Piratenstoff hatte ich als Zubehörkram in Maßen dehnbare rote Paspel und SnapPap als Eckenverzierung rausgelegt. Das Nähen ist gut erklärt, auch wenn ich es anders angegangen bin, weil ich lieber erst die Ärmel annähe und die Seitennähte schließe. Im Ebook werden die geschlossenen Ärmel ins Ärmelloch genäht. Kann man zum Glück machen, wie man will. Die rote Paspel sitzt ein Stück lang zwischen Hauptstoff und Zipfel, am Ende begrenzt sie den Hauptstoff anstelle eines Saums. Im Ebook ist keine Rede von Absteppen, ohne wäre es aber bei mir nicht gegangen. Da hätte sich die Paspel stets und ständig nach außen gedreht.DSC_1255SnapPap als Eckenverzierung sollte dann einmal auf den beiden Zipfelecken des hellgrauen Jerseys liegen, einmal auf dem Hauptstoffzipfel, an dem auch die beiden Paspelenden aufeinandertreffen. Die erste Herausforderung war, dass ich ohne Logik erst mal schnell zwei Quadrate ausgeschnitten hatte. Die Zipfel sind aber kein bisschen rechtwinklig. An einer Ecke habe ich erst angenäht und dann zurechtgeschnitten, an der anderen Ecke erst geschnitten und dann genäht. Keine klare Präferenz, geht beides.DSC_1257Ein echtes Problem war aber das Aufnähen am gepaspelten Zipfel. Ich hatte an der Stelle beide Paspeln, die Nahtzugabe am unteren Rand und die Overlocknaht von den Seiten aufeinander. Und dann noch das SnapPap-Stückchen.DSC_1254 (2)Die Nähmaschine hat das alles brav gemacht, aber ich habe nicht geschafft, sie dabei sauber zu führen. Das sieht jetzt ziemlich krumpelig aus. Vielleicht nähe ich das letzte Stück Seitennaht beim nächsten Mal mit der Nähmaschine, damit wenigstens die Overlocknaht nicht so aufträgt.DSC_1256Den Gesamteffekt mit SnapPap finde ich aber witzig, das gefällt mir gut. Halsloch und Ärmel habe ich mit Bündchenstoff gearbeitet, ich wollte mal ein Kleidungsstück ganz ohne Säume.DSC_1254Das Shirt am Kind finde ich toll. Es hat eine Länge, die auffällt, aber nicht beim Spielen behindert, und die Größe ist auch zutreffend. Ich habe 122 genäht, er ist knapp 120 Zentimeter groß, und es passt perfekt. Jetzt kann ich also eine zweite Version mit Tüddelkram angehen. Schön!

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Verlinkt zu AfterWorkSewing

4 Kommentare zu „Pirat mit (SnapPap-)Ecken und (roten) Kanten

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