Allgemein · Für Erwachsene

Luxus in der Nacht

Es gibt, wenn man kritisch durch meinen Kleiderschrank geht, eine ganze Reihe von Kleidungsstücken mit dem Attribut „Na ja, für zu Hause geht’s“. So lauter Erstversuche.

An sich ist das ja ökonomisch. Nachts sind alle Katzen grau, und wenn die Sachen zum Wegwerfen zu schade sind, zieh ich sie eben nachts oder sonntags zu Hause an. Im Winter bin ich aber bei einer Online-Bestellung bei dem wunder-wunderschönen Lillestoff „To The Moon and Back“ hängengeblieben, einem Blaubeerpfütze-Design. Davon habe ich mir als Impulskauf zwei Meter bestellt und fest vorgenommen, daraus einen unfallfreien Schlafanzug für mich selbst zu nähen. Auch, wenn es nachts keiner sieht. Ich wollte mich mal selbst beglücken und nicht nur Unfälle anziehen.

Auf große Herausforderungen beim Schnitt hatte ich keine Lust und habe mich an bewährte Schnittmuster gesetzt: Das Shirt „My Simply Summer“ von Schaumzucker und die Hose „Mama Frida“ von Milchmonster. Letztere habe ich allerdings unterhalb des Knies deutlich begradigt. Sie ist als Ebook „Pumphose Frida“ für Kinder niedlich, für mich selbst brauche ich aber keine so ausgeprägte Pumphose. Ich hatte wohl instinktiv richtig gewählt: Von zwei Metern Stoff war das hier übrig, als ich fertig zugeschnitten hatte:DSC_1007Insgeheim hatte ich gedacht, dass da vielleicht noch ein Baby-Kleidungsstück hinkommt, aber es hätte nur vielleicht für eine Neugeborenenmütze gereicht.

Um ehrlich zu sein: Die beiden Schnitte bieten einfach keine Gelegenheit für große Unfälle, ich hab es mir leicht gemacht.20170313_095408Sie sind beide anfängersicher, brauchen nur vier bzw. fünf Nähte plus Säume/Ausschnitt und sind prima geeignet, den Stoff flächig darzustellen. Ich hab bei der Hose auf einen Gummibund verzichtet; im Liegen verliere ich selten meine Hose, und wenn es kneift, ist das Schlafanzug-Ziel verfehlt.

Das Oberteil habe ich großzügig mit Coverstitch-Ziernähten versehen, weil ich fand, dass der Stoff das verträgt.20170313_095346In der ersten Nacht, in der ich das Ensemble anhatte, hab ich mich gefühlt wie die Königin von Saba. Was für ein Luxus, in einem Lillestoff-Schlafanzug schlafen zu gehen und davon niemandem etwas abgegeben zu haben, sondern zwei Meter einfach nur für meine Nächte verwendet zu haben! Das sollte ich öfter machen. Vielleicht als Nächstes ein Nachthemd?20170313_095318

4 Kommentare zu „Luxus in der Nacht

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