Allgemein · Für Erwachsene

Winterhude – Punkte gehen immer!

Ich lese bzw. gucke seit einer Weile in der Facebook-Gruppe „Nähen mit Pech und Schwefel“ mit, und dort gibt es sozusagen das Schnittmuster Winterhude, das inzwischen etliche hundert Mal gezeigt wurde. Es ist ein Shirt-Kleid-Rock-Kombi-Schnitt, den ich mal als Shirt ausprobieren wollte. Er hat nämlich einen amerikanischen Ausschnitt, und das mag ich bei meinen Kindern so gern, dass ich selbst auch einen wollte.

Ich habe den Schnitt in Größe 42 gewählt, das entsprach etwa der Maßtabelle, und habe dann aber einiges angepasst. Ärmel 7 cm länger plus Saumzugabe, weil mir das besser gefällt als Ärmelbündchen. Taille drei Zentimeter länger, Schultern zwei Zentimeter breiter. Der Stoff ist ein zweite-Wahl-Lillestoff und hat Druckfehler auf einigen Punkten, aber ich war so hin und weg von der Farbe und der Punktgröße, dass mir das herzlich egal war und ich den Stoff außerdem nachgekauft habe. Mein ursprünglicher Kauf war ein Meter für Kinderkleidung, das reicht für meine eigenen Sachen nicht.

Der Schnitt ist unkompliziert und mit angenehm vielen Passknipsen ausgestattet, das finde ich für einen als anfängertauglich ausgewiesenen Schnitt eine sehr positive Eigenschaft. Ich brauchte fürs Zusammennähen keine Anleitung, aber soweit ich das beim Durchscrollen gesehen habe, ist die Abfolge gut illustriert und plausibel erklärt.dsc_0920In der Passform war ich etwas überrascht. Ich hätte das Shirt körpernäher erwartet. Es ist für Jersey ausgelegt, der sich ja aber mit Körperwärme und Tragedauer noch etwas dehnt. Dafür finde ich es fast etwas formlos. Mir ist das ganz recht, aber ich hatte die zig Tragebeispiele in der Facebookgruppe nicht so empfunden. Mir persönlich sind die Ärmel unten zu weit, ich mag das lieber etwas enger.dsc_0919Das würde ich aber nur als „individuell optimierbar“ einordnen.

Für mich liegt der einzige echte Kritikpunkt beim Schnittmuster für die Ausschnittkanten-Bündchen. Ich habe sie vorlagengerecht zugeschnitten und dabei die Mehrzentimeter berücksichtigt, um die ich mein Shirt ja an den Schultern erweitert hatte. Laut Anleitung sind die Streifen ungedehnt anzunähen. Ich habe sie leicht gedehnt und habe trotzdem einen offenen Rand geerntet, weil sie einfach zu knapp sind.dsc_0921Das würde mir kein zweites Mal passieren und ist auch kein Drama, aber ich finde an der Stelle immer sinnvoll, in zwei, drei Zentimeter Überhang zu investieren, die man dann eben abschneidet.dsc_0916Insgesamt ein absolut erfreulicher Schnitt, der in die „Noch-mal-nähen“-Mappe wandert.

4 Kommentare zu „Winterhude – Punkte gehen immer!

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