Allgemein · Kindersachen

Bodyschnitte im Vergleich

Ich freue mich unglaublich auf das Sommerbaby einer Freundin und bin jetzt, knapp sechs Monate vor dessen Antritt in dieser Welt, schon in die Herstellung einer größeren Garderobe ab Größe 62 eingestiegen. So klein habe ich für meine Söhne nie genäht. Mir fällt nicht mehr ein, warum eigentlich nicht. Vielleicht hatten wir so viel Geliehenes, dass ich es sinnlos fand? Jetzt macht es mir aber umso mehr Spaß.

Ganz zu Beginn meines Hobbys habe ich für Bodys das Freebook Regenbogenbody von Schnabelina genutzt, fand dort aber immer wieder, dass die Begegnungsstellen für die Druckknöpfe im Schritt nicht ideal geformt sind. Sie sind sehr rund und erfordern deshalb einen ordentlichen Zug beim Schließen, ist mein Eindruck. Damit habe ich immer wieder herumexperimentiert, zum Beispiel die Stege begradigt oder anders eingefasst (zu lesen hier). Das Nonplusultra war das aber nie.

Ein alternativer Schnitt war der Body aus dem Kinderleicht-Buch von Klimperklein, das ich bei den ersten Nähprojekten einen totalen Fehlkauf fand (Kritikbeispiel hier). Inzwischen habe ich ein bisschen Abstand zu den ersten Projekten und würde sagen, dass das Buch einfach tierisch abstinkt gegen die konkurrenzlos guten Ebooks von Pauline Dohmen. Wenn man mit denen als gedanklicher Vergleich an das Buch geht, kann es nur verlieren. Ich nutze deshalb inzwischen die Schnitte aus dem Buch im Wesentlichen ohne die Anleitungen, schaue mir manche zur Orientierung an, lese sie aber nicht mehr zum Nähen. Das klappt prima.

Für die aktuelle Body-Sammlung habe ich also mal den Klimperklein-Schnitt ausprobiert. Ich hatte mir für das Vorhaben extra den schmaleren Einzelfaltschrägbinder für meine Covermaschine gekauft, hab ihn aber nach zwei Versuchen zurückgeschickt. Er war so eng, dass ich das Bündchen einfach nicht einfädeln konnte, und ich weiß ja durch die größere Version, wie es gehen muss. Es ging trotzdem nicht gut. Da geht händisches Einfassen dann doch schneller, und ich habe jetzt auch meine optimale Variante entdeckt: Ich schneide Streifen von drei Zentimetern zu, nähe sie rechts auf rechts an und befestige den Umschlag dann von links mit Zickzack-Stich. Das klappt super auch ohne Stecken und sieht so sauber aus, dass ich es mit gutem Gewissen an Geschenkprojekten einsetze.dsc_0723Die Bodys entstehen alle aus Biostoff, und ich hatte wirklich Spaß bei der Stoffauswahl. Der erste Body hat eine Applikation aus „Mädchen mit großem Freund“-Lillestoff bekommen. Das kann im Zweifel auch ein kleiner Junge tragen, und das Motiv ist einfach zu niedlich.dsc_0722-2In meiner Euphorie habe ich schon wieder die Druckknöpfe falschrum eingesetzt! Dabei dachte ich, ich hätte einmal den Logiktest gemacht. Ist manchmal nicht weit her mit meiner Logik…dsc_0725Eine Weile hab ich überlegt, ob man das nicht auch so anziehen kann, aber das war eher Trägheit als gesunder Mutterverstand. Also hab ich sie zartfühlend mit Schraubendreher und Pinzette abgepult und neue eingesetzt.

Der zweite Body hat Strandurlaub-Lillestoff bekommen. Die werdenden Eltern gehen gern surfen, träumen von einem Wohnmobil und denken über Strandurlaub mit acht Wochen nach. Das stellte der Stoff einfach perfekt dar. Dieses Mal haben sogar die Druckknöpfe auf Anhieb gepasst.dsc_0841Im Vergleich gefallen mir die Beinausschnitte und Stege am Klimperklein-Body auf Anhieb besser als die des Regenbogenbodys. Die Stege sind etwas länger und vorn abgeflacht, so dass ein schön gerundeter Beinausschnitt entsteht.dsc_0842Hier als Vergleich ein Regenbogenbody-Beinausschnitt:dsc_0663Auch gut tragbar, keine Frage, aber wenn ich nach dem Ideal strebe, lande ich bei Klimperklein. Und da kein Baby mit nur zwei Bodys auskommt, geht es weiter mit diesem Schnitt.

Verlinkt zu Sew Mini, Bio-Linkparty und Freutag

8 Kommentare zu „Bodyschnitte im Vergleich

      1. Mmmh…ja eigentlich schon. Ich liebe sehr viele Schnitte daraus. Fast alle, die ich ausprobiert habe. Für das Baby meiner Freundin nähte ich da sehr viel draus. Den Wickeloverall und jetzt grad immer wieder den Teddyoverall. Der Kleine hat bisher fast nur Overalls angehabt. Auch die Schühchen und das Halstuch sind toll. Als nächstes nehmen wir die Latzhose (Latzrock gibts ja auch) in Angriff.
        Der Body ist ja als Wickelvariante (toll, aber verbraucht viel Stoff und ne Mordslänge Einfassband) und normaler Body enthalten.
        Doch, wenn man sich das alles als einzele Ebooks/Schnitte kaufen würde, würde sich das Buch schon total lohnen. Du kannst es dir ja auch mal wünschen oder geh mal in die Bücherei, vielleicht haben die das ja. Unsere Dorfbücherei habe ich zum „Kinderleicht“ damals überredet.
        LG
        Salo

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      2. Hmm, das klingt aber doch ziemlich attraktiv. Mein Geburtstag und Weihnachten sind aber noch zu lang hin. Dann wird’s wohl doch auf einen Brauch-ich-nicht-will-ich-aber-Kauf hinauslaufen… Danke für die Inhaltsbeschreibung!

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  1. Vielen Dank für deinen Erfahrungbericht.
    Ich komme mit dem Schnitt von Schnabelina ganz gut klar, nur bei einem erscienen mir die Beinausschnitte am Kind bisher zu weit. Allerdings mache ich die Bündchen schmaler (statt 5cm halbiert bzw. doppelt gelegt nur 4cm) und ich lasse den Zierstich weg, weil alles nach kurzem Bügeln auch so gut liegt.
    LG Andrea

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    1. Hallo Andrea, danke für deine Ergänzungen. Besteht der Klimperklein-Wickelbody aus einem einzigen Teil, das nur an den Schulternähten gesteppt wird?! So klingt das bei dir. Das fänd ich auch nicht unbedingt nötig. Meine Kinder haben sich nie an Seitennähten gestört. Ja, die Ottobre orientiert sich insgesamt eher an den finnischen Pummelchen, ist mein Eindruck. Ich nähe da oft eine Größe schmaler bei gleicher Länge 😉
      Mit Schnabelina komme ich auch gut klar, ich fand nur, dass sich der Klimperkleinbody komfortabler schließt, weil die Druckknöpfe frontaler aufeinandertreffen und nicht auf einer gebogenen Kante. Danke dir!

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