Allgemein · Kindersachen

Spaß an Fummelarbeit

Nach unserem USA-Urlaub hatte ich Kleiderlust, und das habe ich ausgiebig an den Töchtern von Freundinnen ausgelebt. Fast jede, die laufen kann, stand auf meiner to-sew-Liste. Vor dem Laufalter finde ich Kleider albern, die stören doch dann nur.

Das Klimperklein-Raglankleid ist an sich ein dankbares Projekt – vier Stoffteile, ein Halsausschnittbündchen, säumen und fertig. Das könnte schnell gehen, wenn mir da nicht immer wieder mein Ehrgeiz in die Quere kommen würde, es makellos zu machen (siehe der letzte Blog-Beitrag). In einem Anflug von „Ich mache mich locker“ habe ich meinen Fokus dafür auf Kleinkram gelenkt, also Aufnäher und Applikationen. Sie werten so ein Kleidungsstück enorm auf, habe ich festgestellt.

Eine der beschenkten Töchter hat eine Mutter, die sich über „nicht Rosa“ am meisten freut, und deshalb hat sie ein Piratenkleid bekommen. Der Stoff ist so kleinteilig, dass man darauf nichts direkt applizieren kann, das würde verschwinden. Um das zu umgehen, habe ich einen Untergrund aus dem Ärmelstoff geschnitten und dann einen Piraten draufgenäht.dsc_0512-3Das ging mit Vliesofix, einer Art Doppelklebeband für Stoff, echt prima, und über das Ergebnis habe ich mich gefreut wie Bolle. Das Stöpselchen auch.

Das nächste Kleid war zwar klarer gemustert, aber so bunt, dass ich auch zuerst nicht wusste, was überhaupt als Applikation in Frage kommt. Beim Wühlen ist mir dann ein Bügelaufnäher in die Hände gefallen, den ich bei meinem allerersten Stoffmarkt-Besuch gekauft habe, also wahrscheinlich 2013. Da hatte ich mehrere gekauft, einen irgendwo aufgenäht und frustriert festgestellt, dass er nach der ersten Wäsche wieder ab war. So im Rückblick wäre wohl eine gute Idee gewesen, ihn zur Fixierung aufzubügeln und dann ordentlich anzunähen. So, wie das vermutlich auch gedacht war. Na, man lernt nie aus.

Den Bügelpilz habe ich also sorgfältig umrandet, danach hat ihn nicht mal mehr das Stöpselchen mit intensivem Pulen abgekriegt. Wenn das mal kein Tauglichkeitsnachweis ist!

Angesichts der Begeisterung, mit der das Stöpselchen die Kleider anprobiert (und anbehalten!) hat, frage ich mich, ob es später Model werden will – wofür eine gewisse Menge Kopfhaar sicher förderlich wäre – oder ob ich mit dem Stöpsel-Papa mal über Kleider oder Tunikas für seinen Sohn verhandeln sollte. Ich teste erst mal, ob die Begeisterung nicht einfach für alles schöne Neue aufkommt.dsc_0520

Ein Kommentar zu „Spaß an Fummelarbeit

  1. Liebe Grüße von der Piratenkleid-Mutter – Deine Kleidchen wurden von den Mädels direkt nach dem Auspacken auf den „Will-ich -morgen-anziehen“-Stapel gepackt! Okay, ich musste sie überreden, die Kleider nicht schon als Nachthemden zu tragen! DankeDankeDanke!!! Und nicht rosa;-)

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