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Mit kleinen Stöpseln unterwegs

Jetzt kommt mal ein richtiger „Leben mit kleinen Stöpseln“-Beitrag: In diesem Jahr wollen wir ziemlich viel unterwegs sein, und da der Kleine zwar mit Leidenschaft, aber auf kurzen Beinen läuft und uns zum ständigen Tragen zu schwer ist, haben wir einen neuen Buggy gekauft. Der passt exakt in die bewährten Gewebesäcke eines bekannten Outdoor-Ausrüsters, in die eigentlich Backpacker-Rucksäcke gehören.

Mit diesen Säcken reisen wir auf Flugreisen, seit wir Kinder haben – mit Ausnahme der ersten Reise. Nach der sah unser fast neuer Kinderwagen so ramponiert aus, dass wir nie wieder unverhüllte Ausstattungsteile mitgenommen haben. Bisher waren in den Säcken die Autositze verstaut. Dazu hatten wir einen gebrauchten Reisebuggy, der sowieso schon ziemlich oll aussah. Dafür war er aber unhandlich und schwer, und aus diesem Grund haben wir uns diesen Frühling zu einem Ersatz entschieden.

Der Nachteil an den Gewebesäcken: Sie lassen sich schlecht tragen und schlecht verschließen. Sind wohl nicht dafür gemacht. Das führte bisher dazu, dass wir am Flughafen immer getadelt wurden, dass die Gepäckanhänger „aber eigentlich an einen Griff“ geklebt werden müssen. „Auf Ihre Verantwortung!“ wurden sie dann der Länge nach auf die Säcke geklebt. Wir haben nie so ein Ding verloren… Außerdem haben wir schon mit den verschiedensten Kabelbindern experimentiert, um die Säcke zu verschließen. Das hatte ich satt.

Ich habe einen neuen Sack bestellt und bin mit Gewebeband und teilbarem Reißverschluss ans Werk gegangen. Teilbar, damit ich mir seitlich nicht die Öffnung des Sackes verkleinere, die war nämlich sowieso schon knapp. Ich habe im oberen Viertel des Sackes lange Schlaufen angenäht, damit man den Sack über der Schulter tragen kann. Besser hätte ich gefunden, wenn der Sack quer zu tragen ist, aber es war schon mit dieser Variante eine Quälerei, mit dem steifen Gewebe unter dem filigranen Nähfuß zu hantieren. Den Reißverschluss habe ich mit Dreifach-Stich und einer Jeansnadel angenäht. Sicher ist sicher.

So, und der Feldtest hat ergeben: Der Herr des Hauses möchte zwar keine Wanderung mit der Konstruktion machen, findet den Buggy-Spezialsack aber praktisch. Was will man mehr?

2 Kommentare zu „Mit kleinen Stöpseln unterwegs

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