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Plastik vs. Metall, der Massentest

Gestern habe ich mein Quasi-Langzeit-Projekt zu einem Abschluss gebracht und endlich die 15 Sternenkinder-Schlafsäcke für die AKTION Nähen für Regenbogenkinder & Sternchen 2.0 fertiggestellt. 

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Ich hab dafür viel länger gebraucht als erwartet, obwohl der Schnitt dankbar ist und die Nahtzugabe schon enthält. Aber erstens sind diese winzigen Kleidungsstücke wirklich Fummelarbeit, und zweitens konnte ich mich beim Nähen doch nicht so richtig davon freimachen, für welchen Anlass sie sind. Vorgabe der Aktion für Stoffwahl und Qualität der Umsetzung war: „Frage dich immer: Würdest du wollen, dass dein Kind darin beerdigt wird?“ Ich hab es lieber an meinem ureigenen Perfektionismus gemessen. 

Da die Kinder wohl nicht im eigentlichen Sinne angezogen, sondern nur in die Säckchen hineingelegt werden können, haben Letztere sowohl an den Trägern als auch seitlich Druckverschlüsse. Vier Verschlüsse pro Schlafsack, also acht Mal befestigen (jeweils Drücker und Gegenstück), macht bei 15 Schlafsäcken 120 Zangeneinsätze.

Die Anleitung hat KamSnaps vorgeschlagen, also Plastik-Druckknöpfe. Damit bin ich auch eingestiegen, weil ich davon mehr Exemplare und besser passende Farben hatte als von den metallenen Jersey-Ringdruckknöpfen. Spätestens nach 60 Drückern hatte ich Hassgefühle gegenüber meiner KamSnap-Zange. Egal, wie ich das Mistding angesetzt habe, es trifft den Stachel irgendwie nie mittig und drückt ihn folglich seitlich weg. Dann lässt sich der Knopf aber nur noch mit gewaltsamem Druck ins Gegenstück pressen, und das ist ja auch nicht der Sinn der Sache. Gerade, als ich beschlossen hatte, die bucklige Zange nach dem vor mir liegenden Schlafsack in die Tonne zu hauen, hatte sie irgendwie ein Einsehen. Plötzlich sahen die Knöpfe aus wie im Bilderbuch. Um den guten Willen zu honorieren, habe ich noch ein paar Schlafsäcke mit Plastik-Drückern versehen und dann meiner Hand zuliebe doch zur guten Prym-Zange gewechselt. Bei den letzten vier Schlafsäcken habe ich mir Metallringe gegönnt. Schon allein, dass dabei das leidige Vorbohren des Lochs entfällt, war ein Genuss.

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Im Ergebnis finde ich, dass man KamSnaps prima zu Dekozwecken verwenden kann, wenn es nur mal um ein paar Stück davon geht. In der Massenproduktion sind sie eine echte Zumutung. Da würde ich jederzeit wieder tiefer in die Tasche greifen, noch mal eine 250er-Box Jerseyringe bei Snaply bestellen und mir damit Frust und Ärger sparen.

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